Der menschliche Körper ist weder reiner Gleitkörper noch reiner Schwimmkörper. So gesehen erfüllt der menschliche Körper keine, der für einen Schwimmkörper gegebenen optimalen Voraussetzungen. Er muss also Kraft aufwenden, um den Körper vorwärts zu bringen. Der menschliche Körper hat auch keine für das Schwimmen optimalen Gleitflächen. So muss er den Körper trainieren um diese Defizite, plus die Möglichkeit Sauerstoff zur Muskelarbeit zu nutzen verbessern zu können.
Daraus ergeben sich vor allem in Hinblick auf einen Sportler, für den das Schwimmen nicht die allein ausgeübte Sportart bedeutet, eine ganze Reihe notwendiger Aspekte zum Triathlontraining. Werden diese nicht berücksichtigt, kann man eine Reihe von Fehlern sehen, die offensichtlich Ergebnis eines falschen Schwimmtrainings sind.
Vor allem muss an der Technik gefeilt werden. Gerade im Vergleich zum Laufen oder Radfahren ist dieses Training beim Schwimmen des Triathleten mit besonderer Sorgfalt zu trainieren. Für einen Triathleten muss das Schwimmen aus den genannten Gründen mit besonderer Effizienz betrieben werden.
Bekanntermaßen ist es ein Faktum, dass die wenigsten Triathleten vom Schwimmen selbst herkommen. In der Regel sind es Leichtathleten oder Radfahrer. Dadurch ist der Ausdauerbereich auch bereits gut trainiert und ein Großteil der Aufmerksamkeit kann dem Schwimmen gewidmet werden und hierbei ist wichtig das Tempo beim Techniktraining zu beachten. Nichts ist schwerer zu beseitigen als eingefahrene Fehler. Um sich beim Schwimmen steigern zu können, sollte man immer nach der Intervallmethode trainieren. D.h. nicht 1000m a Stück , sondern unterschiedliche Längen von 25m bis 400 m. Dabei sollte wiederum beachtet werden, dass man anfangs die kürzeren Strecken schwimmt und später aus Ausdauergründen die längeren.
Die Wettkampfsituation, das Schwimmen in offenen Gewässern, sollte im Training ebenso berücksichtigt werden. Das Tragen eines Neoprenanzugs beeinflusst die Technik, die Orientierung ist schwieriger etc. Deshalb sollte man möglichst einmal pro Woche in einem offenen Gewässer trainieren.
Beim Training fürs Schwimmen im Triathlon sollte man sich auch nicht der Illusion hingeben, ein guter Schwimmer zu sein, weil man ständig Pull Buoys oder Paddels verwendet. Man muss diese Trainingshilfen gezielt einsetzen lernen (z.B. bei Kurzstrecken).Besser noch kann man mit Hilfe von Kurzflossen schwimmen als mit Arm oder Handhilfen.
Wer aber überhaupt die Grundphysis im Training vernachlässigt, kann auch kein guter Schwimmer werden. Vor allem die Rumpfmuskulatur muss regelmäßig trainiert werden, weil sie das Widerlager für Arm- und Beinmuskulatur bildet. Beweglichkeitstraining optimiert nicht nur die Schwimmtechnik, sondern beugt auch Verletzungsrisiken vor. Deshalb sollte mindestens einmal in der Woche ein 30 minütiges Rumpfstabilisationstraining mit zusätzlichen Dehnübungen erfolgen.
Ein paar weiterführende Artikel zum Triathlon Schwimmtraining: